Mikroplastik im Körper: Was Du wissen musst

Eine Wasserflasche aus Plastik. Eine Pfanne mit Antihaftbeschichtung. Ein Polyester-Pullover, frisch aus der Waschmaschine. Mikroplastik begegnet uns täglich. Unmerklich, oft ganz unbewußt.

Studien finden Mikroplastik mittlerweile überall: in Trinkwasser, in der Atemluft, in Lebensmitteln und seit einigen Jahren immer häufiger im menschlichen Körper. Im Blut, im Darm, in der Lunge, sogar in der Plazenta.

In diesem Artikel erfährst Du, was Mikroplastik genau ist, wie es in Deinen Körper gelangt, welche Anzeichen auf eine erhöhte Belastung hindeuten. Lerne, wie Du Deine persönliche Belastung analysieren und bewerten kannst.

Was ist Mikroplastik?

Ale Mikroplastik bezeichnet man kleinste Kunststoffteilchen mit einer Größe von weniger als fünf Millimetern. Viele Teilchen sind so klein, dass sie mit blossem Auge nicht zu erkennen sind. Man unterscheidet zwei Arten:

     Primäres Mikroplastik wird bewusst in kleiner Form hergestellt, etwa für Kosmetik, Zahnpasta oder als Granulat in der Industrie.

     Sekundäres Mikroplastik entsteht, wenn größeres Plastik mit der Zeit zerfällt: Reifenabrieb auf der Straße, Fasern aus synthetischer Kleidung beim Waschen, alte Plastiktüten in der Umwelt.

Noch kleiner ist Nanoplastik, mit Partikeln unter einem Mikrometer (0,001 mm!). Diese winzigen Teilchen sind besonders interessant, weil sie biologische Barrieren im Körper überwinden können und so in Gewebe und Zellen gelangen.

Wie gelangt Mikroplastik in den Körper?

Mikroplastik nehmen wir auf drei Wegen auf: über die Nahrung, die Atemluft und die Haut. Die Quellen im Alltag sind vielfältiger, als die meisten denken.

Trinkwasser und Getränke

Untersuchungen finden Mikroplastik in Leitungswasser, in Wasser aus Plastikflaschen und sogar in Glasflaschen. Plastikflaschen geben dabei deutlich mehr Partikel ab, vor allem wenn sie warm gelagert oder mehrfach geöffnet/ geschlossen werden.

Lebensmittel

Salz aus dem Meer, Fisch, Meeresfrüchte, Honig und Bier zählen zu den Lebensmitteln, in denen regelmäßig Mikroplastik nachgewiesen wird. Auch Tee aus kunststoffhaltigen Pyramidenbeuteln setzt beim Aufbrühen Partikel frei.

Verpackungen und Küche

Heiss eingefüllte Speisen in Plastikgefäßen, Mikrowellenmenüs in Kunststoffschalen oder zerkratzte Pfannen mit Antihaftbeschichtung geben Partikel direkt an das Essen ab.

Kosmetik und Körperpflege

Manche Duschgels, Peelings, Zahnpasten und dekorative Kosmetik enthalten bewusst zugesetztes Mikroplastik. Über Haut und Mund gelangt es so direkt in den Körper.

Atemluft und Kleidung

In Innenräumen schweben Fasern aus Teppichen, Polstern und synthetischer Kleidung in der Luft. Beim Atmen nehmen wir sie auf. Studien finden Mikroplastik mittlerweile auch in der Lunge und sogar im Blut, was zeigt, wie tief die Partikel in den Körper gelangen.

Mikroplastikbelastung: Daran kannst Du sie erkennen

Eine Belastung mit Mikroplastik kündigt sich nicht mit einem klaren Symptom an. Sie wirkt leise und über lange Zeit. Forscher diskutieren verschiedene Wege, über die kleinste Plastikteilchen den Körper beeinflussen können: über Entzündungsreaktionen, über Schadstoffe, die an den Partikeln haften, und über Weichmacher, die aus dem Kunststoff freigesetzt werden.

In diesem Zusammenhang werden immer wieder folgende unspezifische Beschwerden genannt:

     Anhaltende Müdigkeit und Abgeschlagenheit

     Verdauungsbeschwerden und ein empfindlicher Darm

     Hormonelle Ungleichgewichte

     Reizungen der Atemwege

     Häufige Infekte und ein geschwächtes Immunsystem

     Konzentrationsprobleme und innere Unruhe

Das Tückische: Diese Beschwerden sind so allgemein, dass sie sich vielen Ursachen zuschreiben lassen. Mikroplastik gerät dabei selten in den Verdacht, weil es im Alltag unsichtbar bleibt.

Warum Mikroplastik so schwer einzuschätzen ist

Anders als bei klassischen Schadstoffen gibt es für Mikroplastik bislang keine etablierten Grenzwerte und keinen einheitlichen Standardtest beim Arzt. Die Forschung steht noch relativ am Anfang, auch wenn das Tempo der Erkenntnisse seit einigen Jahren stark zunimmt.

Klar ist: Mikroplastik häuft sich im Körper an, weil es kaum biologisch abgebaut wird. Was einmal aufgenommen wurde, bleibt oft über lange Zeit eingelagert. Wer wissen will, wie es um die eigene Situation steht, ist auf alternative Wege angewiesen.

Wie Du Deine Mikroplastikbelastung prüfen kannst

Eine Methode, die einen längeren Zeitraum abbildet, ist die Haaranalyse. Das Haar wächst kontinuierlich und lagert dabei ein, was über Wochen und Monate im Körper unterwegs war. Damit lässt sich erkennen, ob eine erhöhte Belastung vorliegt, lange bevor sich daraus konkrete Beschwerden ergeben.

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Unsere Haaranalyse auf Mikroplastik prüft Deine Probe auf typische Kunststoffarten und zeigt Dir, wo eine konkrete Belastung bestehen könnte. Du bekommst einen verständlichen Bericht, der die Werte einordnet und Dir praktische Hinweise für den Alltag gibt.

Was Du selbst tun kannst

Unabhängig von einem Test gibt es einfache Maßnahmen, mit denen Du die tägliche Aufnahme deutlich reduzieren kannst.

Leitungswasser statt Plastikflasche. Leitungswasser ist in Deutschland gut kontrolliert und enthält im Schnitt weniger Mikroplastik als abgefülltes Wasser aus Plastik.

Glas und Edelstahl in der Küche. Lebensmittel möglichst in Glas oder Edelstahl aufbewahren. Heisses nie direkt in Plastikgefäßen erhitzen oder umfüllen.

Pfannen prüfen. Zerkratzte Antihaftpfannen geben Partikel ab. Pfannen aus Gusseisen oder Edelstahl sind eine langlebige Alternative.

Kosmetik checken. Inhaltsstoffe wie Polyethylen, Polypropylen, Nylon oder Acrylate deuten auf Mikroplastik hin. Es gibt mittlerweile viele Alternativen ohne diese Zusätze.

Naturfasern bevorzugen. Kleidung aus Baumwolle, Wolle oder Leinen setzt beim Waschen kein Mikroplastik frei. Bei synthetischer Wäsche helfen spezielle Waschbeutel, die Fasern aufzufangen.

Lüften nicht vergessen. Regelmäßiges Stößlüften senkt die Konzentration von Plastikfasern in der Raumluft spürbar.

Fazit: Wer hinschaut, kann handeln

Mikroplastik ist im Alltag angekommen, im Wörtlichsten Sinn. Wir nehmen es über Wasser, Essen, Kosmetik und Luft auf, jeden Tag, in kleinen Mengen. Was sich daraus langfristig für die Gesundheit ergibt, untersucht die Forschung mit wachsendem Tempo.

Die gute Nachricht: Du musst nicht warten, bis alle Fragen beantwortet sind. Mit ein paar einfachen Anpassungen im Alltag lässt sich die Aufnahme deutlich senken. Und wenn Du wissen willst, wie es aktuell um Deine persönliche Belastung steht, zeigt Dir eine Haaranalyse, wo Du stehst.

Wer früh hinschaut, hat es leichter.

Du möchtest wissen, wie belastet Du bist?

Unsere Haaranalyse auf Mikroplastik zeigt Dir, wie es um Deine Belastung steht. Eine kleine Haarprobe genügt.

Mikroplastik und Schwermetalle treten oft gemeinsam auf, weil sie sich ähnliche Wege in den Körper teilen. Da für beide nur eine einzige Haarprobe nötig ist, kannst Du sie in unserer Sparkombi aus Schwermetall- und Mikroplastikanalyse zusammen prüfen lassen und bekommst ein vollständigeres Bild Deiner Belastung.

Mehr über das verwandte Thema Schwermetalle erfährst Du in unserem Artikel Schwermetallbelastung: Was Du wissen musst.

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